Bebauungsplan Langenhorn 22

Der Landesbetrieb Krankenhäuser (LBK Hamburg GmbH) wollte Teile des Geländes des Krankenhauses Ochsenzoll aus Gründen der Rentabilität nicht mehr bewirtschaften.
Dementsprechend konnte der Bebauungsplan LA 22 verfolgt werden.
Geplant wurden bis zu 800 Wohnungen auf einem Teilgelände des Krankenhauses Ochsenzoll, das nunmehr nur noch den nördlichen Teil des Geländes, begrenzt von Langenhorner Chaussee / Fibigerstraße / Henny-Schütz-Allee, nutzte.

Quelle: https://www.hamburg.de/hamburg-nord/planen-bauen-wohnen/38858/langenhorn-22/#.

Waldquartier: Kommt ein Quartier, geht der Wald

So errichteten im Vertrauen auf den Bebauungsplan mehrere Bauträger ihre Häuser im schönen Waldquartier, dessen Baumbestand allerdings durch die ehrgeizige Bebauung dezimiert wurde. Bei der Planung spielte die Grünfläche um „Haus 37“ und zukünftig an seiner Stelle nicht nur als Ausgleichfläche für die zu erwartende Versiegelung eine Rolle.
Sie sollte auch als „Abstandszone“ zwischen dem Haus 14, das für eine forensische Nutzung umgebaut und erweitert wurde, und dem Wohngebiet dienen.

Quelle: https://www.hamburg.de/contentblob/1550416/dbdc82219209857046ff50a5bd893993/data/plan-la-22-festgestellt.pdf.

Auszug aus dem Bebauungsplan Langenhorn 22

„Die Krankenhaus-Fläche im Stadtteil Langenhorn mit ihrer großzügigen Anlage, ihren weitläufigen Grünflächen und großen Gebäudeabständen steht einer modernen Betriebsstruktur entgegen. Als Folge neuer Anforderungen an zeitgemäße Krankenhäuser und der Neuorganisation
der LBK Hamburg GmbH sollen Flächen, die für den Krankenhausbetrieb nicht mehr notwendig sind, überplant und vermarktet werden.

Die Verminderung der Flächenbedarfe des Krankenhauses ermöglicht
die Schaffung zusätzlicher Wohnbauflächen für den fortbestehenden Bedarf an Wohnraum in Hamburg.

In grüner und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossener Stadtrandlage soll ein neuer, hochwertiger Wohnstandort geschaffen werden. Mit einem Angebot an familiengerechten und höherwertigen Wohnformen, die zu einem großen Teil für die Eigentumsbildung
geeignet sind, soll der Abwanderung von Eigenheiminteressenten in
das Hamburger Umland entgegengewirkt werden. Insgesamt können
im Plangebiet ca. 800 Wohneinheiten realisiert werden.“

 

Aus LBK wird Asklepios

Ab dem Jahr 2004 erwarb die Asklepios Kliniken Hamburg GmbH zunächst 49,9 Prozent der LBK-Anteile von der
Freien und Hansestadt Hamburg, in einem zweiten Schritt 25 Prozent. Die restlichen 25,1 Prozent verblieben dauerhaft bei der Stadt, die sich umfangreiche Mitwirkungsrechte sicherte.

Lange schien es so, als wolle der Konzern den Abriss des „Hauses 37“ tatsächlich umsetzen. Dementsprechend war
das Gebäude auf einem Lageplan (hier unten links) bereits als Grünfläche ausgewiesen. Inzwischen ist die Asklepios-Homepage im neuen Design online, und das „Haus 37“ ist wieder auf dem Plan verzeichnet!

Neues Design
Für eine Vergrößerung bitte auf den jeweiligen Plan klicken.

Dieser Asklepios-eigene Lageplan war noch bis Mitte März 2021 auf der Homepage zu sehen. Er zeigt, dass der Klinikkonzern das „Haus 37“ bereits aufgegeben hatte, wie es der Bebauungsplan LA 22 vorsieht.

Beschlossen – und auch schon in trockenen Tüchern? Der neue Lageplan zeigt es deutlich: Das Haus 37 soll dauerhaft genutzt werden!
Link Homepage Asklepios
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Ein aktuelles Foto: Der große Lageplan aus Blech auf dem Asklepios-Gelände. Das „Haus 37“
ist nicht verzeichnet.